Rocky Mountain Transhimalaya

Mit dem Bike, zu Fuss und auf Skis durch das Himalaya-Gebirge, und das mitten im Winter: diese Expedition wagten  im Winter 2013 Claude Balsiger, Martin Bissig und Thomas Wäspe. Nach dem das Team am höchsten Pass auf fast 5000 Metern wegen Lawinengefahr umkehren mussten, startet 2014 ein neues Team ins Abenteuer: Mit dem Bergführer Fabian Mooser hat Mountainbiker Claude Balsiger einen starken Partner an seiner Seite. Transhimalaya heisst das eisige Projekt erneut: 500 Kilometer bei bis zu minus 30 Grad.

Die Expedition im Jahr 2013

Die erste Etappe führt während acht bis neun Tagen auf zwei Rädern über den gefrorenen Fluss Zanskar im Norden von Indien. Der Zuger Claude Balsiger ist der erste, der dieses unberechenbare Abenteuer packt. «Das Tragverhalten des Eises, die extremen Temperaturen, der Halt der Reifen: viele Faktoren können wir hier in der Schweiz trotz Tests in Kältekammern und auf Eisfeldern nur schwer abschätzen. Es wird bestimmt spannend», meint Balsiger. Er hat 2011 mit 6175 Metern den Weltrekord im Höhenbiken aufgestellt.

Zu Fuss geht es danach weiter Richtung Süden in das abgeschiedene Zanskar-Tal. Im Winter ist dieser Flecken Erde nur über den gefährlichen Weg über den gefrorenen Fluss erreichbar. Das Team ist dabei auf die Hilfe von Einheimischen angewiesen. «Unser Freund Tundup wird uns auf einem grossen Teil der Reise begleiten. Er kennt die heiklen Stellen und ist unsere Verbindung zur lokalen Bevölkerung. Dieser Kontakt kann für uns lebenswichtig sein», gibt der Fotograf Martin Bissig zu bedenken. Er stammt ebenfalls aus Zug.

Die letzte und längste Etappe führt mit Tourenskis über etliche 5000er Pässe. Während mehr als zwei Wochen fernab der Zivilisation ist dies der gefährlichste Teil der Expedition. Der Bündner Thomas Wäspe, angehender Bergführer, sagt dazu: «Ich habe die Strecke im Sommer zu Fuss erkundet, um das Risiko von Lawinen besser einschätzen zu können. Wie sich die Schneeverhältnisse aber im Februar präsentieren, wissen wir natürlich noch nicht».

Karte der Expedition: